Alternative Behandlung bei Kopfschmerzen und Migräne

17 April 2020

Der Wirkstoff ist bei den meisten Menschen zur Faltenunterspritzung bekannt. Es kommt nach der Einspritzung in die gewünschten Hautbereiche zu einer Muskellähmung. Da sich die Muskeln nach der Verabreichung nicht mehr zusammenziehen können, können sich keine Falten mehr bilden. Das Medikament ist auch als Botulinumtoxin bekannt. 

Was ist Botox (Botulinumtoxin) genau?

Botulinumtoxin ist ein Nervengift und wird in der Medizin in vielen Bereichen angewandt. Um eine gewünschte Muskellähmung für eine ästhetische Behandlung hervorrufen zu können, sind nur minimale Gaben notwendig. Botolinumtoxin wird seit ca. 1990 verwendet. Mittlerweile nicht mehr nur um Falten zu mindern, sondern auch gegen neurologische und medizinische Erkrankungen.

Wie wirkt Botox allgemein?

Durch Botulinumtoxin werden die Botenstoffe blockiert, die für eine Muskelkontraktion notwendig sind. Der Botenstoff, der durch das Bakteriengift blockiert wird, heißt Acetylcholin. Die Impulsübertragung, die normalerweise vom Nerv zum Muskel ausgeht, wird verhindert. Dieser kann sich dann nicht mehr kontrahieren. Neben der Beseitigung oder Minderung von Falten wird Botulinumtoxin als Therapeutikum gegen Ticks, Krämpfe und neurologischen Bewegungsstörungen, oder auch gegen Hyperhydrosis (extremes, krankhaftes Schwitzen) verwendet.

Seit wann darf Botox in der Behandlung von Migräne eingesetzt werden?

Zahlreiche Menschen leiden unter starken Kopfschmerzen oder Migräne. Die Einnahme starker Kopfschmerztabletten hat im Laufe der Zeit nicht nur schwere Nebenwirkungen, es kann auch die Fahrtüchtigkeit oder Arbeit an Maschinen eingeschränkt werden. Forscher fanden heraus, dass der Einsatz von Botulinumtoxin zu einem großen Prozentsatz die Beschwerden einer Migräne lindern kann. Aufgrund der positiven Studien ist Botulinumtoxin seit 2011 zur Migränebehandlung bei einer chronischen Migräne offiziell zugelassen. Die Einschränkung besteht lediglich darin, dass die Patienten zuvor eine orale Therapie versucht haben, diese aber nicht vertrugen.

Wie läuft eine solche Behandlung ab?

Studien beweisen, dass Injektionen mit dem Botolinumtoxin aufgrund einem Effekt, der muskelentspannend wirkt, bei chronischer Migräne helfen kann. Das Botox wird bei der Behandlung mit einer sehr feinen Nadel in den Muskel gespritzt. Da die muskelentspannende Wirkung nicht von Dauer ist, muss die Behandlung regelmäßig, etwa alle 3 Monate, wiederholt werden.

Was berichten Betroffene?

Die Entspannung der Rückenmuskulatur, die sich aufgrund der Botoxtherapie gegen Migräne ergibt, wird von den meisten Patienten als sehr angenehm empfunden. Das Spritzen selber ist nicht schmerzhaft, da das Botolinumtoxin mit einer sehr feinen Spritzennadel wohldosiert gespritzt wird. Das Einsetzen der Wirkung kann einige Zeit dauern, wird aber von vielen Patienten sofort wahrgenommen. Aufgrund der spürbaren Entspannung, die ein Großteil der Patienten nach der Behandlungen wahrnehmen, setzt eine Linderung der Migränebeschwerden ein.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?

Die meisten Patienten verspüren nach einer Migränetherapie mit Botolinumtoxin keine Nebenwirkungen. Hin und wieder wird sogar eine Faltenglättung bemerkt, die sich durch die Injektionen im Gesichtsbereich ergibt. Diese Nebenwirkung wird von den meisten Patienten als positiv empfunden.

Wie sieht es mit den Kosten aus?

Die Therapie mit Botolinumtoxin bei chronischer Migräne ist in Deutschland zugelassen. Grundsätzlich handelt es sich bei der Therapie mit Botox um eine Selbstzahlerleistung. In einigen Fällen von schwerer Migräne übernehmen die Krankenkassen die Kosten der Therapie, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Interessierte Patienten können sich daher vor einer geplanten Therapie mit ihrer Versicherung in Verbindung setzen, um die Voraussetzungen abzuklären, die für eine evtl. Kostenübernahme notwendig sind.

Warum wirkt Botox gegen schwere Kopfschmerzen und Migräne?

Mithilfe von Studien wurde festgestellt, dass der Einsatz von Botox gegen Migräne wirken kann. Warum das so ist, erklären sich die Mediziner damit, dass aufgrund der Reizunterbrechung durch das Botolinumtoxin eine Weiterleitung des Schmerzsignals nicht erfolgen kann.

Warum ist die Vitalitas Privatklinik der richtige Ansprechpartner für eine solche Behandlung?

Eine Migräne Therapie mit Botox kann nur mit ärztlicher Begleitung erfolgen. Die Patienten benötigen eine Voruntersuchung, eine Therapie mit Botox und nachfolgende Migräne Untersuchungen. Diese Therapiebegleitung erfolgt am besten in einem privaten, vertrauten Bereich, wie ihn die Vitalitas Privatklinik bieten kann.

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